Besondere Merkmale

Die ursprünglich Aufgabe des Editors war schlicht: Texte für einen Blog erfassen, dabei den eigenen Zeiteinsatz und den der Lesenden im Blick behalten. Das erledigt die Kopfzeile:

  1. Gesamtdauer der Sitzung, startet mit dem Programm bei 0:00
  2. Einstellbarer Count-Down, mit dem „gegen die Uhr“ geschrieben werden kann. Dieser Wert bleibt sitzungsübergreifend erhalten, bis er neu gesetzt wird.
  3. Die Lesedauer für die eingestellte Lesegeschwindigkeit (Worte/Minute)
  4. Die Anzahl der Worte im Text – ohne Yaml-Header und Auszeichnungen.
  5. Die Anzahl Zeichen (falls es gedruckt werden soll und in ein Spaltenraster passen muss)
  6. Allgemeine Text- und Cursor-Informationen, sowie der „Differenz-Schalter“. Ist er aktiviert, wird die Zu- und Abnahme von Worte/Zeichen/Lesezeit ab dem Zeitpunkt des Einschaltens gezählt. Das vereinfacht „Punktlandungen“.

Besonderheiten

Portable Arbeitsumgebung mit „Auto-Backup“

Dateiliste Der ur­sprüng­liche Editor diente darüber hinaus dem portablen Schreiben eines Blog-Beitrags. Alles auf einen USB-Stick gepackt und auf dem Rechner bearbeitet, der gerade zur Hand ist. Daher wird die gesamte Ar­beits­um­ge­bung (Wort­liste, aktuelle Arbeits­datei, Cur­sor­po­si­tion, Sprung­marken, Farb­ein­stel­lun­gen,…) sowohl beim Wechsel in ein anderes Programm, also auch beim Verlassen im Pro­gramm­ver­zeich­nis gespeichert. Genau da, genau so wird beim nächsten Pro­gramm­start weiter gemacht.

Sogar die Fen­ster­po­si­tion wird wieder hergestellt – wenn das möglich ist. Auf einem anderen Monitor wird es pro­por­tio­nal versucht, sollte das Fenster zu klein oder außerhalb des sichtbaren Bereichs dargestellt werden, wird eine sichere Anzeige (zentriert, Min­dest­größe des Programm-Fensters) gewähr­leistet.

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Tastensteuerung

Warum haben viele Editoren keine Tas­ten­steu­er­ung für Befehle? Ein Mysterium: Die Finger sind zum Schreiben auf der Tastatur, zum bearbeiten des Textes erfordert es die Maus. Anfangs hilft das Programm-Menü weiter. Dort stehen alle Direkt-Befehle hinter dem Eintrag. Wo das fehlt: ALT drücken. Im Menü werden die Buchstaben markiert, mit denen sowohl ein Menü aufgeklappt, als auch der Menüeintrag ausgewählt werden kann1.

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Bidirektionaler Yaml-Header

project: …
in: …
out: …
media: …
layout: …
Lesezeit: %­%%READ%%­%
Erstellt: %­%%SORTDATE%­%%
…

In vielen Datei-basierten CMS-Systemen(s. Die Philosophie…) steuern Yaml-Header das Ver­ar­bei­tungs­er­gebnis. »OffSiteEdit« nutzt diese Nahtstelle zusätzlich für die Prozess-Steuerung innerhalb des Projekts: Beim Öffnen und Schließen von Dokumenten werden damit die Datei­dialoge vor­kon­fi­gu­riert, oder Speichern, Generieren und Hochladen einer Datei auto­ma­ti­siert. Zusätzlich kann der Editor dort Momentum-Daten mit Editor-Variablen übergeben, die eine Automation zulassen, die bei bedarf mühelos übersteuert werden kann.

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Projektorganisation

Die Daten des Yaml-Headers können mit einer Projekt-Konfigurationsdatei erweitert werden. Sie erweitert die relativen Dateipfade mit den physischen Pfaden des Projekts.

Die Auswahl eines Projekts fügt in eine Arbeitsdatei ohne Yaml-Header den Projekt-Header ein oder öffnet die Projekt-Konfiguration der aktuelle Datei — wenn sie zum Projekt gehört. Andernfalls öffnet sich das Arbeitsverzeichnis des gewählten Projekts. So sind mühelose Projektwechsel ohne „Dialog-Akrobatik“ möglich.

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Arbeitsarchive

Ein integrierter AES-verschlüsselnder Packer erledigt mit wenigen Klicks das Sichern oder Transferieren von Arbeitsdaten. Lokal wird ein Archiv erzeugt, ein bestehendes Archiv wird aktualisiert. Ein Befehl erledigt das in einem Zug mit anschließendem Upload direkt auf den Projekt-Server. Von dort kann es mit einem anderen Rechner per Klick im Editor abgeholt werden, um dort lokale Daten zu aktualisieren.

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Textbausteine

Für „Standards“ können die Textbausteine viel Tipparbeit abnehmen. Mit einer „Textbaustein-Notation“ können Zeilenumbrüche oder das aktuelle Clipboard eingefügt, ein Abschnitt als Block markiert, oder Datumswerte ersetzt werden.

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Querverweise

Die „Querverweis(e)“ sind multifunktional. So kann damit wahlweise eine Textreferenz, ein Teil- oder Gesamtverzeichnis oder eine Auswahl an Verweisen eingefügt werden. Gleichzeitig kann damit im Text navigiert werden: Statt eingefügtem Querverweis wird zur Textstelle gesprungen. Damit es bequem zum Augangspunkt zurück geht, wird vorher automatisch eine Textmarke für die „letzte“ Textposition gesetzt.

Die Übersicht am Seitenanfang wurde mit dieser Funktion im Handumdrehen erzeugt.

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Farben

Um in geräusch-sensiblen Umgebungen bei abgeschaltetem Ton dennoch den Countdown nutzen zu können, lassen sich dafür Farbumschläge im Absatz-Zähler (linker Rand) einstellen.

Weil in den Windows-Themen verlässlich einstellbare Farben für die Hervorhebung der Editor-Elemente fehlen, können sie für diverse Windows-Themen individuell eingestellt werden. Die gewählten Farben werden in der Konfiguration abgelegt. So hat »OffSiteEdit« sie z.B. auf dem USB-Stick dabei und kann sie mit dem gewählten Thema auf einem anderen Rechner einstellen.

Neben den Standardfarben können Farben über einen Farbmischdialog individuell angelegt oder mit einem „Farbpicker“ auf dem Bildschirm eingesammelt und verwendet werden.

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Gegen die Uhr schreiben

Der Countdown hat farblich nur noch Einfluss auf die Spalte mit dem Zeilen-/Absatzzähler. Die drei einstellbaren Farben zeigen „Halbzeit“ (halbe Zeit ist um), „Endspurt“ (noch ca. 10% übrig) und „Schluss“ (Zeit ist abgelaufen) an. Das allerdings nur, „wenn die Uhr läuft“.

Mit Icons neben der Uhr wird ebenfalls ein Zeitbudget-Feedback gegeben: Ein Relikt aus der “Vorfarbenzeit“. Damit kann innerhalb eines Farbthemas der Gutter in der Fensterfarbe belassen werden und hat trotzdem eine Einschätzung von „wie viel noch“.

Der Count-Down läuft so lange wie man ihn lässt.

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Lieblingsworte

Jeder hat das: Bestimmte Worte werden über eine gewisse Zeit häufig verwendet. In einem Text fällt das anderen auf, oder erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand zur Erstellung. Oder sie werden halt markiert… .

Darüber hinaus gibt es Worte, die ein Autor aus unterschiedlichsten Gründen vermeiden möchte. Die Liste solcher Worte lässt sich per Tastendruck mit dem aktuellen Wort erweitern. Ebenso schnell sind Worte aus der Liste entfernt. Als „ewige Liste“ ist diese Funktion mit den darin enthaltenen Worten projektübergreifend verfügbar.

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Worthäufigkeit

Neben den Lieblingsworten hat die Häufigkeit einzelner Worte Einfluss sowohl auf die Lesbarkeit als auch Qualität eines Textes. Zweifellos lässt sich mit wenigen verschiedenen Worten verschiedenes in Worte packen – verständlicher, leichter lesbar, vor allem interessanter ist ein abwechslungsreicherer Text . Gezählt werden nur Worte im Hauptext – keine in Verweisen2, im Yaml-Header, Fußnoten3 oder der Inhalt eines markierten Blocks.

Mit dieser Funktion lassen sich „Lieblingsworte“ aufspüren…

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Korrekturunterstützung

Niemand ist unfehlbar. Das gilt natürlich ebenfalls für Korrekturhilfen, die mittlerweile jeder Browser anbietet. Speziell da ist die „Unterstützung“ jedoch häufig eher kontraproduktiv. Der halbe Text schwimmt im Blut unterkringelter Worte, die – in diesem Text – genau so gewollt und so geschrieben sehr wohl richtig sind.

»OffSiteEdit« bietet daher nur auf Anfrage Hilfe für dem Wörterbuch unbekannte Worte ab der Textposition an. Das kann genutzt werden, man kann es gleichermaßen ignorieren. Alternativ lässt sich ein markiertes Wort Online im Duden, bei Wikipedia oder Duden-Wissen nachschlagen.

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Medienkontrolle

Medien können (in der lizensierten Version) per „Drag & Drop“ oder mit Tastenbefehl (oder dem Menüeintrag DateiDatei verknüpfen…) in das aktuelle Dokument eingefügt werden. Sie werden dabei in den für das Dokument eingestellte Verzeichnis (s. → Projektorganisation) kopiert, sowie der dazu passende Link an der Cursorposition eingefügt. Wird das Dokument (mit der lizensierten Version) via FTP auf den Server geladen, werden die verknüpften Dateien kontrolliert und mit dem Dokument in die richtigen Verzeichnisse geladen.

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Medien als Mime-Typ einbetten

Logoinbetten von kleinen Bildern als Mime-encodierter Datentyp ermöglicht das Erstellen von Dateien mit weniger Zugriffen. Oder „Hilfe“-Dateien, die alles in einer Datei transportieren.

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Module: Geht nicht, gibt´s nicht

Markdown ist in den Gestaltungsmöglichkeiten für Webseiten stark limitiert. Innerhalb von »OffSiteEdit« kann deshalb sowohl HTML-Code als auch PHP direkt eingefügt werden. Da mit dem Editor – konzeptionell bedingt – nur ein Autor arbeitet, sollte der wissen was er tut: Es gibt keine Filter- oder Prüffunktionen.

Für wiederkehrenden Code können – mit etwas „Entwicklungskompetenz“ ­ im Markdonw-Text mit dem Muster

[­modulanme parameter parameter … parameter]

„Code-Schnipsel“ eingefügt werden. Beim Export werden diese Schnipsel durch Code aus einer Musterbibliothek ersetzt, die übergebenen Parameter darin eingefügt. So ein Code-Modul ermöglicht mit

[­imgpop Bild "Beschreibung“" ID Formatklasse]

beispielsweise die Bilder-Popups hier auf der Seite. Eine konfigurierte Zeile

[­ishow Bilderpfad Anzeigedauer Blendenzeit Animationstyp]

im Markdown erzeugt eine Slideshow wie auf der Startseite.

Module werden „projektübergreifend“ verwendet: Ein Ordner im Programmverzeichnis stellt entwickelte Code-Teile allen Projekten zur Verfügung.

Bitte beachten

Die damit eröffneten Freiheiten haben einen Preis: Mängel im eingefügten Code können riesige Löcher in die Sicherheit einer Webseite reißen. Daher ist hier äußerste Sorgfalt geboten.


»OffSiteEdit« ausprobieren


1Diese Funk­tio­na­li­tät ist in Windows – unklar warum – häufig deaktiviert. Einschalten:
Windows-TasteIErleichterte BedienungTastatur
Funktionsweise von Tastenkombinationen ändernEin  

2Genau genommen wird nur ausgeklammert, was später zum HTML-Befehl wird. Ein als Link markierter Text wird gezählt.  

3Da es sich um ergänzenden Text bei Fußnoten handelt, ist das „opitonal“, weshalb es aus der Zählung ausgenommen ist.